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Betonverdichtung am J. Pschorr Haus in München

Auf der derzeit größten Baustelle der Münchner Fußgängerzone werden Mooser Schalungsrüttler für die Betonverdichtung der einhäuptigen, in Deckelbauweise erstellten Wände eingesetzt.

Die stützende Untergeschossdecke ermöglicht ein zeitgleiches Bauen in die Tiefe als auch in die Höhe und verkürzt dadurch die Gesamtbauzeit. Bei Fertigstellung wird das Geschäftshaus 4 Untergeschoßebenen und eine Gesamttiefe von ca. 38m haben und im Untergrund nur 10m von der S-Bahn-Röhre zwischen Stachus und Marienplatz entfernt liegen.

 

Die einhäuptigen Framax oder FF20 Wandschalungen in den Untergeschossen, mit Betonierabschnitten von 10m Länge und 5.80m Höhe sind vollständig mit Druckluft-Aussenrüttlern bestückt. Normalwandstärken von 50 cm, einseitig gegen Bohrpfahlwände betoniert, sind die Regel, wobei  die  Wandstärken in einigen Abschnitten durch Vorsprünge in der Baugrubensicherung auch bis zu 80 cm betragen können. Unter der Voraussetzung von F4/F5 Betonkonsistenz und einem Luftkompressor mit mindestens 4-5 m³ Luftmenge und 6-10 bar Druck können diese Wandstärken mit den Druckluft Schalungsrüttlern sicher verdichtet werden.

 

Auf beiden Schalungen wurden Mooser Schalungsrüttler auf der STA Halterung mit dem entsprechenden Schalungsadapter eingesetzt. Durch den Adapter wird ein sicherer fester Sitz auf der Schalung erreicht, bei gleichzeitig optimierter Schwingungsübertragung auf den Beton. Bei der Framax Schalung werden die Schalungsrüttler jeweils auf den Rahmenstößen montiert, bei der FF20 Trägerschalung direkt auf dem H20 Trägern. Beim Wechsel der Schalung von FF20 auf Framax wird lediglich der FF20-Schalungsadapter der Halterung gegen den Framax-Adapter ausgetauscht. In beiden Fällen bleibt der Rüttler, auf der STA Halterung montiert und steht der Baufirma auch bei einem Wechsel auf andere Schalungsträger schnell wieder zur Verfügung.

 

Die Rüttler werden zentral über Luftsteuereinheiten betrieben. Dadurch ist es möglich, die Geräte durch nur eine einzige Person immer exakt dort an der Schalung zu betreiben, wo Beton frisch eingepumpt wird. Dieser Vorteil, der gegenüber dem Innenrüttlereinsatz Personal spart und sicherstellt, dass der Beton gleichmäßig im Fluss verdichtet werden kann, fällt vor allem bei der Betonierung von zweihäuptigen Wänden oder offener Bauweise immer wieder auf.

 

Während der gesamten Betonage ist ein gleichbleibendes Beton-Ausbreitmaß von großer Bedeutung für die spätere Betonqualität. Für den Bau der Pschorr-Haus Untergeschosse wird der Beton teilweise bis zu 200m weit gepumpt. Auf diesem weiten Weg vom Mischer über die Pumpe bis zum Einfüllort in die Wand verliert er ca. 2-3cm Ausbreitmaß und erhält dadurch eine steifere Konsistenz. Aus diesem Grund, wird der Beton auf der Baustelle bereits mit F5 Konsistenz angeliefert, die sich dann bis zum Einbauort in der Wand bis auf F4 Konsistenz reduziert.

 

Die Rüttler am Pschorr-Haus wurden von der Baustelle angemietet, so dass keine hohen Kauf-Investitionskosten oder spätere Lagerhaltungskosten anfallen und gewährleistet ist, dass stets gewartete und leistungsfähige Rüttler zur Verfügung stehen.

 

Zum YouTube Video: Aussenrüttlereinsatz / Joseph-Pschorr-Haus München