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Schalungsrüttler am Tunnel Zederhaus

Ende August 2013 wurde als Lärmschutzmaßnahme für die Anwohner von Zederhaus an der A10 Tauern Autobahn mit dem Bau einer 1,5km langen Einhausung begonnen. Der Bau wurde der Gemeinde Zederhaus nach der Eröffnung der zweiten Röhre des Tauerntunnels und Katschbergtunnels und dem dadurch entstandenen zusätzlichen Verkehrsaufkommen als Ausgleichsmaßnahme zugestanden.

Die beiden Tunnelröhren werden in offener Bauweise in insgesamt 125 Betonierabschnitten erstellt. Um zwei Regelbetonierabschnitte mit einer Gesamtlänge von 25m in einem Arbeitsgang zu betonieren, hat die bauausführende Firma Felbermayr Bau GmbH & Co. KG zwei Peri Vario-Schalwägen mit je 12,5 m Länge gekoppelt. Die Mittelwand zwischen beiden Röhren wurde im Vorlauf mit Hilfe einer separaten Schalung betoniert. 

Um den Bauablauf zu beschleunigen, wurden insgesamt vier Schalungen mit je 12,5m Länge verwendet. Mit der zweiten Einheit wurde ab der Hälfte des Streckenabschnittes gearbeitet, um damit die zu betonierende Strecke pro Schalwageneinheit zu halbieren. Die Schalungen wurden also nicht auf Lücke eingesetzt.

Für die Betonverdichtung kamen Mooser Druckluft-Schalungsrüttler zum Einsatz. Die Rüttler waren mit Hilfe der Mooser STA Universalhalterung auf den GT24 Holzträgern des Peri Schalwagens montiert. Dieses Halterungssystem beinhaltet schalungsspezifische Adapter, die  jederzeit leicht und schnell ausgetauscht werden können, so dass die Halterung auf unterschiedlichste Schalungsträger passt. Um die Beton-Wandstärken von ca. 60 cm erfolgreich zu verdichten, wurden die Schalungsrüttler stationär an der Innenseite der Tunnelschalwägen montiert. In den Fußbereichen der Schalungen, die sich zu Betonstärken von bis zu 80 cm aufweiten, war an der Konterschalung jeweils eine weitere Rüttlerreihe notwendig. Zusätzlich wurde außen an der Konterschalung, im Bereich zur Mittelwand hin, eine Rüttlerreihe vorgesehen, um die Luftporen unter der Konterschalung zu minimieren.

An der Mittelwand-Vorläuferschalung wurden ebenfalls im Fußbereich zwei Rüttlerreihen für die Betonverdichtung montiert. Die Luftversorgung und Inbetriebnahme der einzelnen Rüttler wurde über zentrale Luftsteuereinheiten auf jeder Tunnelwandseite gesteuert. Dadurch konnte ein einziger Mann an der Luftsteuereinheit alle Rüttler, dem Verdichtungsschema folgend, paarweise und nacheinander betreiben.

Die Druckluft-Rüttler haben den Vorteil, dass sie beim Einschalten der Luftzufuhr sofort, d.h. ohne längere Anlaufphase, ihre Nenndrehzahl erreichen. Dadurch wird der Eigenfrequenzbereich der Schalung extrem schnell durchfahren und das Korngefüge hinter der Schalhaut schlagartig beschleunigt und optimal verdichtet. Die Mooser Druckluft-Rüttler können dank der geringen Baugröße direkt auf den Schalungs-Querträgern, nahe an der Schalhaut montiert werden. Die Verdichtungsenergie wird direkt über die Schalhaut und ohne größere Verluste durch die Schalungskonstruktion übertragen.

Die äußerst robusten Schalungsrüttler wurden von der Firma Felbermayr Bau GmbH gemietet und waren ca. 1,5 Jahre, teilweise auch über die Wintermonate erfolgreich, ohne einen Ausfall, auf der Baustelle im Einsatz. Eine Vereisung der Rüttler tritt unter harten Winterbedingungen nicht auf. 

Als Beton wurde brandschutzbeständiger Faserbeton eingebaut, der durch sein Rheologie-Verhalten entsprechendes Verdichtungs-Knowhow voraussetzt. Aufgrund des erfolgreichen Projektabschlusses erhielt die Firma Mooser gleich im Anschluss einen neuen Auftrag, weitere Schalungsrüttler auf die nächste Felbermayr-Baustelle bei Innsbruck zu liefern.